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Worauf unsere Arbeit gründet und was wir als unsere wichtigsten Aufgaben ansehen, haben wir in unseren Visionen formuliert. Feedback ist willkommen.
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Der ganz andere Gottesdienst - Statt singen, lesen, hören, singen gibt es Theater, Interviews, Lobpreissongs mit Band. Schlafen können Sie woanders.
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WeiterSie wurde um 1140 gebaut und gehört zu den ältesten und bedeutendsten Kirchen der Gegend. Schon um 750, so wird vermutet, stand an Stelle der heutigen Kirche eine Holzkirche. An ihre Stelle ließen die Grafen von Diepholz einen frühgotischen Backsteinbau als ihre Hofkirche bauen. Sie trug ursprünglich den Namen „Unseren lieben Frauen“ und wurde erst später in „St. Marien und St. Pancratius“ umbenannt.
Auffällig ist der Kirchengrundriss des fast 4o Meter klangen und 10 Meter breiten Gebäudes: Der nördliche Kreuzflügel fehlt. Vermutlich wurde er aus Geldmangel nicht gebaut und sollte später angefügt werden. Ungewöhnlich ist auch der große Chorraum, der vermutlich gebaut wurde, um der Grafenfamilie und den zeitweise bis zu 13 Kanonikern (Priestern) Platz zu bieten. Die Marienkirche beherbergte ein Chorherrenstift, dessen Leiter dem Domkapitel des Osnabrücker Domes angehörte.
Obwohl die Kirche durch Brände und Kriegsbeschuss im 30jährigen Krieg mehrfach schwer beschädigt wurde, ist sie mit ihren über einem Meter dicken Mauern und den nachträglich angebauten Stützpfeilern (um die tonnenschweren Kreuzgewölbe zu stützen) in ihrem Grundriss so erhalten geblieben, wie sie im 12.Jahrhundert gebaut wurde.
Immer wieder verändert hat sich aber das Innere der Marienkirche. Der gotische Taufstein (um 1000) und das hochgotische Tabernakel (Abendmahlshäuschen) gehören ebenso zur Grundausstattung wie verschiedenen Heiligenfiguren, die im 15.Jahrhundert aufgestellt wurden.
Nach Einführung der Reformation 1572 wurde 1585 Graf Friedrich II., der letzte Graf von Diepholz, in einem prächtigen Sarkophag in der Kirche bestattet. Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt die Kirche eine Kanzel, an der neben den vier Evangelisten auch der Reformator Martin Luther dargestellt ist. Der Altaraufsatz stammt aus derselben Zeit.
Erwähnenswert sind noch zwei große Epitaphe (Erinnerungstafeln), ein barocker Taufengel im Turmeingang und die drei Glocken im Turm. Die älteste stammt aus dem Ende des 17.Jahrhunderts. Die anderen sind bei einem Feuer im Turm zerstört worden, wie die Kirchenbücher und Urkunden belegen. Die Brände sind auch der Grund dafür, dass es aus der Zeit vor 1701 keine schriftlichen Zeugnisse über die Kirche und die Gemeinde mehr gibt.
Das Wertvollste in der Marienkirche aber ist die Orgel. Vermutlich stammt sie aus der Zeit vor dem dreißigjährigen Krieg. Der Orgelbauer ist unbekannt. Verschiedene Zeichen im innern der Orgel weisen auf eine Bielefelder Orgelwerkstatt. 1658/59 wurde sie von Berend Huß, dem Onkel des Orgelbauers Arp Schnittger, komplett umgebaut. Nach Restaurierungen durch Christian Vater (1721) und Friedrich-Wilhelm Haupt (1857) wurde die Orgel 1991 erneut gründlich renoviert. Organisten/Innen und Musikensembles aus verschiedenen Ländern kommen immer wieder in die Marienkirche, um die Orgel zu spielen. In der zeit nach Ostern findet immer ein besonderes Konzert statt.
Die Marienkirche ist wegen der reichhaltigen Ausstattung nicht ständig geöffnet. Sie darf aber gerne besichtigt werden. Interessierte wenden sich (bitte rechtzeitig vorher!) an die Küsterin oder an den Pastor (zu beiden siehe Hauptamtliche).
Einen ersten Eindruck von der Marienkirche vermittelt ein Rundgang in Bildern.